Im Frühling kommt er aus dem Wald geschlichen,
Der Bärlauch, so fein und grün,
Er streckt die Blätter hoch zum Himmel,
Und stinkt dennoch zum niederknien.
Bärlauch (Allium ursinum) ist eine Wildpflanze aus der Familie der Lauchgewächse. Er kommt natürlicherweise in Europa und Asien vor und wächst vorwiegend an schattigen, feuchten Standorten in Laubwäldern. Schon früh im Jahr treibt er aus und gehört damit zu den ersten frischen Wildkräutern des Frühlings.
In der Küche werden vor allem die Blätter verwendet. Sie können roh oder gegart gegessen werden und passen gut zu Suppen, Soßen, Brotaufstrichen und Salaten. Besonders beliebt ist Bärlauch als Pesto, weil er Gerichten ein kräftiges, würziges Aroma verleiht.
Auch in der traditionellen Pflanzenkunde spielt Bärlauch seit Langem eine Rolle. Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten beschreiben unter anderem antioxidative, antimikrobielle und herz-kreislaufbezogene Eigenschaften 1 2
Bärlauch lässt sich auch im Garten anbauen. Er bevorzugt einen halbschattigen Standort mit humusreichem, feuchtem Boden. Die Blätter können im Frühjahr geerntet werden, bevor die Pflanze blüht.
Insgesamt ist Bärlauch ein aromatisches Wildkraut mit kulinarischem Wert und interessanten, wissenschaftlich untersuchten Inhaltsstoffen. Für Gesundheitsversprechen sollte man jedoch vorsichtig formulieren und zwischen traditionellen Anwendungen, Laborbefunden und gesicherter Wirkung beim Menschen unterscheiden.
Wichtiger Hinweis
Bärlauch kann mit giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Aronstab verwechselt werden.Ein sicheres Erkennungsmerkmal ist die Form der Blätter und Blattstiele. Der Knoblauchgeruch ist nicht eindeutig, denn nach einigen Blättern riechen die Finger schon nach Knoblauch, sodass man damit Blätter nicht mehr sicher identifizieren kann. Es sollten nur eindeutig bestimmte Pflanzen gesammelt werden.- Sobolewska D, Podolak I, Makowska-Wąs J. Allium ursinum: botanical, phytochemical and pharmacological overview. Phytochem Rev. 2015;14(1):81-97. doi: 10.1007/s11101-013-9334-0. Epub 2013 Dec 25. PMID: 25774103; PMCID: PMC4352197.[↩]
- Preuss HG, Clouatre D, Mohamadi A, Jarrell ST. Wild garlic has a greater effect than regular garlic on blood pressure and blood chemistries of rats. Int Urol Nephrol. 2001;32(4):525-30. doi: 10.1023/a:1014417526290. PMID: 11989540.[↩]
